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Runway AI Summit: Hollywood setzt trotz Sora-Einstellung auf KI-Hype

Das Runway AI Summit in Manhattan demonstrierte anhaltenden Optimismus für KI-Video-Tools, obwohl OpenAI kurz zuvor seine Sora-Anwendung eingestellt hatte. Star Wars-Produzentin Kathleen Kennedy äußerte seltene Skepsis.

Aktualisiert 1. April 2026 2 Min. Lesezeit

Quelle und Methodik

Dieser Beitrag wird von LLMBase als quellengestützte Analyse von Berichten oder Ankündigungen von Wired .

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Runway AI Summit: Hollywood setzt trotz Sora-Einstellung auf KI-Hype

Runway positioniert sich als Marktführer

Runway-CEO Cristóbal Valenzuela eröffnete die Veranstaltung mit der Keynote "The Normalization of Magic: AI and What's Ahead of Us" und bezeichnete die aktuelle Zeit als "magisch". Das New Yorker Unternehmen, das Text-zu-Video-Tools und VFX-Anwendungen für Kreative anbietet, nutzte das Summit zur Positionierung als Vorreiter der "kreativen KI-Revolution". Gäste erhielten T-Shirts mit der Aufschrift "Thank You For Generating With Us!" - ein Versuch, "generieren" als neues Branchenvokabular zu etablieren.

Paramount-CTO Phil Wiser ordnete generative KI unter die "Top 10 oder sogar Top 5 Technologietrends aller Zeiten" ein und stellte sie auf eine Stufe mit der Erfindung der Druckerpresse und des Feuers. Ein Adobe-Manager verglich KI erneut mit der Druckerpresse, Fotografie und Photoshop.

Kathleen Kennedy bremst den Enthusiasmus

Star Wars-Produzentin Kathleen Kennedy, die 2024 als Lucasfilm-Chefin zurücktrat, brachte eine seltene kritische Perspektive ein. Sie berichtete von praktischen Problemen mit 3D-gedruckten Requisiten bei einer aktuellen Star Wars-Produktion, die nach wenigen Takes zerbrachen, weil ihnen die Erfahrung gelernter Requisitenbauer fehlte.

Kennedy stellte die zentrale Frage nach "Geschmack" in der KI-unterstützten Filmproduktion: Wie können Institutionen wie das American Film Institute künftige Filmemacher mit eigenständiger Perspektive ausbilden, statt nur "Prompt-Generatoren" zu produzieren? "Geschmack ist fundamental", betonte die 72-Jährige vor dem Publikum.

Realitätslücke zwischen Hype und Ergebnissen

Trotz der enthusiastischen Rhetorik zeigten viele der präsentierten KI-generierten Inhalte deutlich synthetische, unmenschliche Qualitäten. Ein Beispiel war Coca-Colas vollständig KI-generierter Weihnachts-Werbespot, der in sozialen Medien stark kritisiert wurde - ein Detail, das beim Summit unerwähnt blieb.

Wired beobachtete eine Diskrepanz zwischen den Versprechungen, die "Lücke zwischen Vorstellung und Umsetzung" zu schließen, und der Realität kreativer Arbeit. Kreativität entstehe durch Arbeit und das mühsame Ausarbeiten von Ideen, nicht durch reine Vorstellungskraft, die von Technologie "angezapft" werden könne.

Marktausblick für europäische Anwender

Für europäische Unternehmen und Kreativteams zeigt das Runway AI Summit sowohl Chancen als auch Risiken auf. Während US-Anbieter wie Runway und Adobe ihre Marktposition ausbauen, entstehen Fragen zur praktischen Implementierung, Qualitätskontrolle und kreativen Kontrolle. Kennedys Erfahrungen mit fehlgeschlagenen 3D-Druck-Experimenten unterstreichen die Bedeutung erfahrener Fachkräfte auch in KI-unterstützten Workflows.

Die Diskrepanz zwischen Marketing-Versprechen und praktischen Ergebnissen deutet darauf hin, dass Unternehmen realistische Erwartungen an KI-Video-Tools entwickeln sollten - besonders nach OpenAIs Rückzug von Sora nur eine Woche vor der Veranstaltung. Diese Informationen stammen aus einem Bericht von Wired über das Runway AI Summit.

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