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OpenAI unterstützt Gesetzentwurf zur Haftungsbegrenzung bei KI-bedingten Massenschäden

OpenAI unterstützt einen Illinois-Gesetzentwurf, der KI-Labore vor Haftung bei kritischen Schäden durch KI-Modelle schützen würde. Der Entwurf markiert eine neue legislatorische Strategie des ChatGPT-Herstellers.

Aktualisiert 10. April 2026 2 Min. Lesezeit

Quelle und Methodik

Dieser Beitrag wird von LLMBase als quellengestützte Analyse von Berichten oder Ankündigungen von Wired .

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OpenAI unterstützt Gesetzentwurf zur Haftungsbegrenzung bei KI-bedingten Massenschäden

Strategiewandel bei OpenAI

Der Schritt markiert laut Wired einen Wandel in OpenAIs legislatorischer Strategie. Bisher agierte das Unternehmen hauptsächlich defensiv und widersprach Gesetzentwürfen, die KI-Labore haftbar machen könnten. KI-Politikexperten bewerten SB 3444 als extremere Maßnahme als bisher von OpenAI unterstützte Initiativen.

Der Gesetzentwurf definiert Frontier-Modelle als KI-Systeme, die mit mehr als 100 Millionen US-Dollar Rechenkosten trainiert wurden. Diese Definition würde auf die größten amerikanischen KI-Labore wie OpenAI, Google, xAI, Anthropic und Meta zutreffen.

Definition kritischer Schäden

Unter "kritischen Schäden" versteht der Entwurf Ereignisse wie den Tod oder schwere Verletzung von mindestens 100 Personen oder Sachschäden von mindestens einer Milliarde US-Dollar. Konkret genannt werden die Verwendung von KI zur Entwicklung chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Waffen.

KI-Labore wären von der Haftung befreit, wenn sie Sicherheits-, Security- und Transparenzberichte auf ihrer Website veröffentlichen und die Schäden nicht vorsätzlich verursachen. OpenAI-Sprecherin Jamie Radice erklärte, das Unternehmen unterstütze Ansätze, die sich auf die Reduzierung ernster Schäden durch fortschrittliche KI-Systeme konzentrieren.

Europäische Perspektive auf KI-Haftung

Für europäische Unternehmen und Regulierungsbehörden bietet der Illinois-Entwurf einen Einblick in die amerikanische Herangehensweise an KI-Haftungsfragen. Während die EU mit dem AI Act bereits umfassende KI-Regulierung implementiert hat, zeigt sich in den USA ein fragmentierter Ansatz auf Bundesstaatsebene.

Europäische KI-Entwickler, die in den amerikanischen Markt expandieren möchten, sollten die Entwicklung solcher Haftungsregelungen genau beobachten. Der Entwurf könnte Präzedenzcharakter für andere Bundesstaaten haben und die Compliance-Anforderungen für internationale Anbieter beeinflussen.

Branchenwiderstand und politische Realitäten

Scott Wisor vom Secure AI Project sieht geringe Erfolgschancen für den Gesetzentwurf in Illinois, einem Bundesstaat mit aggressiver Technologieregulierung. Eine Umfrage ergab, dass 90 Prozent der Befragten in Illinois gegen Haftungsausnahmen für KI-Unternehmen sind.

Illinois war bereits 2008 Vorreiter bei der Regulierung biometrischer Datensammlung und verabschiedete 2024 als erster Bundesstaat Beschränkungen für den Einsatz von KI in der psychischen Gesundheitsversorgung. Diese Vorgeschichte deutet auf eine kritische Haltung gegenüber haftungsbegrenzenden Maßnahmen hin.

Der OpenAI-Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, da sich KI-Labore auch individuellen Haftungsklagen gegenübersehen, etwa von Familien, die das Unternehmen für Suizide im Zusammenhang mit ChatGPT-Nutzung verantwortlich machen. Wired berichtet, dass diese rechtlichen Entwicklungen die Dringlichkeit klarer Haftungsregelungen für die Branche unterstreichen.

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