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OpenAI stellt Sora ein und plant KI-Superapp vor IPO
OpenAI beendet nach sechs Monaten die Video-App Sora und konzentriert sich auf eine einheitliche KI-Superapp mit ChatGPT, Codex und Atlas. Die Fokussierung erfolgt vor dem geplanten Börsengang.
Das Unternehmen beendet sowohl die Sora-App als auch die zugehörige API, die Entwicklern und Hollywood-Studios Zugang zu dem Text-zu-Video-Modell ermöglichte. CFO Sarah Friar erklärte gegenüber CNBC, dass OpenAI bereit sein müsse, als börsennotiertes Unternehmen zu agieren.
Sinkende Nutzerzahlen führen zur Einstellung
Die Entscheidung spiegelt die schwächelnde Performance der Video-App wider. Nach einem Peak von 3,3 Millionen Downloads im November 2025 fiel die Zahl bis Februar 2026 auf nur 1,1 Millionen, wie Daten von Appfigures zeigen.
OpenAI CEO Sam Altman hatte das Unternehmen seit dem ChatGPT-Start wie Y Combinator geführt, den Silicon Valley-Inkubator, den er früher leitete. Diese Strategie führte zu Investitionen in diverse Produkte: Browser-Software, Hardware-Geräte, Robotik und Codex. Die Ressourcenverteilung auf GPUs und Mitarbeiter wurde dadurch jedoch stark belastet.
Fokus auf KI-Superapp mit ChatGPT, Codex und Atlas
Die neue Strategie konzentriert sich auf wenige Kernbereiche. Ein zentrales Element ist eine "Superapp", die ChatGPT, Codex und Atlas in einer einheitlichen Benutzeroberfläche vereint. OpenAI hofft, ChatGPT damit zu einem echten Super-Assistenten zu entwickeln.
Das Unternehmen arbeitet bereits seit vor dem ChatGPT-Launch 2022 an einem KI-Agenten für digitale Aufgaben. Dieser "Super-Assistant" soll das Potenzial von AGI (Artificial General Intelligence) demonstrieren, erwies sich jedoch als schwieriger umsetzbar als erwartet. Bisherige Agent-Features wie Operator und ChatGPT Agent zeigten begrenzte Akzeptanz.
Enterprise-Geschäft und Codex als Wachstumstreiber
Im Unternehmensbereich stärkt OpenAI seine Position vor dem Börsengang. Während Anthropic zuvor im KI-Coding-Bereich führend war, hat OpenAI mit Codex aufgeholt. Das Coding-Tool erreichte im Januar einen annualisierten Umsatz von über einer Milliarde Dollar und wächst weiter.
Die Sora-Einstellung betrifft auch Partnerschaften. Disney, das eine Milliarde Dollar in OpenAI investieren wollte, zeigt sich laut Reuters überrascht von der Entscheidung und plant keine Investition mehr. OpenAI gibt an, die Sora-Forscher würden sich künftig auf "Weltsimulations-Forschung" für Robotik konzentrieren.
Auswirkungen auf Talent und Forschung
Die Fokussierung wirft Fragen zur Zukunft der Forschungsteams auf. OpenAI konkurriert mit Anthropic, Google DeepMind und Meta um hochqualifizierte Talente. Im Januar verließ VP of Research Jerry Tworek das Unternehmen, nachdem er Schwierigkeiten hatte, Ressourcen für neue Projekte zu erhalten.
Für europäische Unternehmen zeigt OpenAIs Neuausrichtung die Herausforderungen beim Übergang von Forschungsunternehmen zu börsennotierten Firmen. Die Konzentration auf profitable Kernprodukte könnte Innovation in experimentellen Bereichen wie Video-KI bremsen, während etablierte Tools wie Codex von der verstärkten Fokussierung profitieren.
Wired berichtete über OpenAIs strategische Neuausrichtung und die Einstellung der Sora-Plattform.
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